Heute blicken wir auf unseren bisherigen Weg zurück und möchten den Vorhang ein wenig lüften: Wir erzählen die Geschichte davon, wie die Themis Mini zum Leben erweckt wurde. Es ist eine Geschichte über die Leidenschaft für Kaffee, technische Herausforderungen und eine einfache Überzeugung: Hochwertige Kaffee-Tools sollten für niemanden unerreichbar sein.
Der Aha-Moment, mit dem alles begann
Wir werden diesen ersten Schluck Kaffee mit ausgeprägten Zitrusnoten in einem Café in der Innenstadt nie vergessen – lebendig, spritzig und völlig anders als der bittere Kaffee, den wir bis dahin kannten. Begeistert wollten wir ihn zu Hause mit denselben Bohnen nachbrühen, doch das Ergebnis war eine Katastrophe: mal zu sauer, mal zu fad und manchmal sogar verbrannt. Nach fünf Versuchen waren wir völlig ratlos.
Dann lieh uns eine Freundin ihre Waage. Wir wogen 15 g Kaffeebohnen und 240 g Wasser ab und hielten eine Brühzeit von zweieinhalb Minuten ein – und plötzlich war er wieder da: dieser strahlende, zitrusartige Geschmack. Nicht Glück, sondern präzise Messwerte waren das Geheimnis. In diesem Moment wurde uns klar: Eine gute Waage ist weit mehr als nur ein Werkzeug. Sie ermöglicht es, den Geschmack einer perfekten Tasse festzuhalten und zuverlässig zu reproduzieren, damit dieses besondere Erlebnis kein einmaliger Zufall bleibt. Ob bei einem einfachen Pour-over oder mit einer klassischen Espressomaschine – präzise Messungen verwandelten unvorhersehbare Experimente in verlässlich reproduzierbare Ergebnisse.
Wie viele von Ihnen sind auch wir große Fans der Flair 58. Es hat etwas Magisches, mit einer Handhebelmaschine den perfekten Espresso zuzubereiten: Der gesamte Prozess ist unmittelbar, bewusst und überaus befriedigend. Doch wir stießen immer wieder an Grenzen. Die Flair 58 bereitet zwar hervorragenden Kaffee zu, konnte uns jedoch nicht die Echtzeitdaten liefern, die wir uns wünschten. Einmal gelang uns ein perfekter Espresso mit feinen Orangenblütennoten, doch anschließend konnten wir ihn kaum reproduzieren, weil wir uns nicht mehr an die genaue Kaffeemenge oder Extraktionszeit erinnerten.
Wir suchten überall nach einer Waage, die zum kompakten Design der Flair 58 passte. Doch alle auf dem Markt erhältlichen Modelle waren entweder zu groß, zu langsam oder verfügten nicht über die intelligenten Funktionen, die für die Erfassung der Zubereitungsdaten erforderlich waren.
Also taten wir das, was eine Gruppe hartnäckiger, kaffeebegeisterter Ingenieure in einer solchen Situation wohl tun würde: Wir beschlossen, selbst eine Waage zu entwickeln. Was wäre, wenn wir ein Produkt schaffen könnten, mit dem Menschen wie wir – leidenschaftliche Kaffeeliebhaber, aber keine Profis – diesen besonderen Aha-Moment festhalten könnten? Was als beiläufige Frage begann, nahm mit jedem Gespräch deutlichere Formen an. Wir wollten eine Waage entwickeln, die den Kaffee nicht nur wiegt, sondern Ihnen auch dabei hilft, festzuhalten, was Ihre Lieblingstasse so besonders gemacht hat. Ein Werkzeug, das aus „Einmal ist mir eine großartige Tasse Kaffee gelungen“ ein „Mir gelingt jedes Mal eine großartige Tasse Kaffee“ macht.

Technologie im Dienst der Leidenschaft: Die Geschichte hinter dem Design
Jede Optimierung, jede lange Nacht und jeder Prototyp, der schließlich im Müll landete – bei all dem ging es nie darum, Technologie zur Schau zu stellen. Vielmehr sollte die Technik unauffällig in den Hintergrund treten, damit das Wesentliche im Mittelpunkt stehen kann: Ihre Leidenschaft für Kaffee. So haben wir diese Idee verwirklicht.
Transparentes Design: Schönheit durch Schlichtheit
Bei der Entwicklung der Themis Mini wollten wir ein Produkt schaffen, das unseren ästhetischen Vorstellungen entspricht. Seit jeher faszinieren uns Designs, die Form und Funktion harmonisch miteinander verbinden – Produkte, die nicht nur hervorragend funktionieren, sondern sich auch selbstverständlich in ihre Umgebung einfügen. Daraus entstand die Idee für das transparente Design. Inspiriert wurden wir von der eleganten, reduzierten Transparenz von Geräten wie dem Nothing Phone. Solche Designs wirken offen und durchdacht: Sie lassen ihre Umgebung zur Geltung kommen, anstatt mit ihr zu konkurrieren. Das brachte uns auf die Frage: Warum sollte eine Kaffeewaage nicht dieselbe Wirkung entfalten können?
Diese Idee technisch umzusetzen, war allerdings eine ganz andere Herausforderung. Transparente Materialien sind anspruchsvoll – insbesondere, wenn sie Dampf, Wasserspritzern und der Hitze einer frisch zubereiteten Tasse Kaffee ausgesetzt sind. Wir testeten zwölf Prototypen: Acryl, das sich verformte, Glas, das absplitterte, und Kunstharz, das trüb wurde. Schließlich entschieden wir uns für gehärtetes Glas. Es ist robust genug für den täglichen Gebrauch, transparent genug, um sich dezent in die Arbeitsfläche einzufügen, und elegant genug, um zu einem festen Bestandteil des Kaffeerituals zu werden.
Klein, aber leistungsstark: Maximale Leistung auf kleinstem Raum
Die kompakte Bauweise der Flair 58 gab ein klares Ziel vor: Die Themis Mini musste besonders klein sein – kleiner als ein Smartphone –, damit sie sich problemlos unter der Maschine platzieren lässt. Doch kompakte Abmessungen durften keinesfalls zulasten der Leistung gehen. Wir benötigten eine Präzision von 0,1 g, eine Akkulaufzeit für den ganzen Tag und ein durchdachtes Design, das selbst unter der transparenten Oberfläche einen aufgeräumten Eindruck vermittelt. All das in einem handtellergroßen Gehäuse unterzubringen, bedeutete, um jeden einzelnen Millimeter zu ringen. Die transparente Oberseite brachte eine zusätzliche Herausforderung mit sich: Sämtliche Komponenten im Inneren – Kabel, Schaltkreise und Bauteile – würden sichtbar bleiben. Das Innenleben musste daher nicht nur einwandfrei funktionieren, sondern auch bewusst gestaltet wirken – wie eine sorgfältig arrangierte Komposition und nicht wie ein ungeordnetes Durcheinander von Bauteilen. Hier war bei der Entwicklung unserer Elektronik besondere Kreativität gefragt.
Anstelle einer flachen Platine entwickelten wir eine L-förmige Leiterplatte, die sich platzsparend in einer Ecke unterbringen ließ. Auch bei Akku und Sensor optimierten wir jeden Millimeter und testeten mehr als 30 verschiedene Anordnungen, um Leistung und Präzision optimal miteinander zu verbinden. Das Ergebnis ist ein besonders flacher Akku mit einer Laufzeit von über 24 Stunden sowie ein mittig platzierter Sensor, der eine Genauigkeit von 0,1 g gewährleistet – alles sauber angeordnet und dezent in das Design integriert.

Präzision, die den Unterschied macht: Auf 0,1 g genau
Zwischen einer durchschnittlichen und einer außergewöhnlichen Tasse Kaffee liegen oft nur minimale Abweichungen – ein Tropfen Wasser zu viel oder ein Gramm Kaffeepulver zu wenig. Deshalb haben wir die Themis Mini so entwickelt, dass sie bereits Gewichtsveränderungen von 0,1 g zuverlässig erfasst.
Unsere ersten Sensoren reagierten entweder zu langsam oder zu empfindlich auf Wasserspritzer. Nachdem wir 18 verschiedene Varianten getestet hatten, entwickelten wir einen speziellen Filteralgorithmus, der Störungen herausfiltert und selbst während des Aufgießens stabile Messwerte gewährleistet. Zudem haben wir die Elektronik kompakter gestaltet, um die Reaktionsgeschwindigkeit zu erhöhen. So folgt die Waage jedem Aufguss in Echtzeit – ohne Verzögerungen und ohne Rätselraten.
Intelligent statt verspielt: Daten, die Ihnen wirklich helfen
Wir haben die Themis Mini nicht mit Bluetooth und einer App ausgestattet, nur weil „smart“ modern klingt. Unser Ziel war es, aus Messwerten hilfreiche Erkenntnisse zu gewinnen. Verbinden Sie die Themis Mini mit unserem EM-Drucksensor, erhalten Sie einen umfassenden Überblick über Ihre Zubereitung: Durchflussrate, Druck und Zeit werden gemeinsam erfasst.
So erkennen Sie beispielsweise: „Wenn ich schneller aufgieße, schmeckt der Kaffee bitterer.“ Oder: „Bei einem langsameren Aufguss kommen die Zitrusnoten besser zur Geltung.“ Es ist fast so, als würde Ihnen ein persönlicher Coach zuflüstern: „Probieren Sie es beim nächsten Mal so.“
Damit die Themis Mini auch mit anderen Geräten und Anwendungen zusammenarbeiten kann, haben wir das Bluetooth-Protokoll offengelegt. So überwinden wir geschlossene Systeme und ermöglichen eine flexible Vernetzung. Kein unnötiger Fachjargon, keine überladenen Funktionen – nur aussagekräftige Daten, die Ihnen helfen, besonders gelungene Ergebnisse zuverlässig zu reproduzieren.
Zwei Jahre später: Chaotisch, dankbar und gerade erst am Anfang
Vor zwei Jahren packten wir in einer winzigen Wohnung unseren ersten 3D-Drucker aus, diskutierten über Widerstandswerte und verschütteten Kaffee über unsere Schaltpläne. Heute steht die Themis Mini in Küchen, Büros und sogar in einigen Cafés auf der ganzen Welt.
Der Weg dorthin verlief nicht immer reibungslos. Als die Bestellungen am Black Friday sprunghaft anstiegen, schlugen wir kurzerhand unser Lager in der Fabrik auf: Unsere Ingenieure packten Kartons, während die Mitarbeiter des Kundenservice noch um zwei Uhr morgens E-Mails beantworteten. Es gab Kaffeeflecken auf Prototypen, App-Abstürze und mehr als einen Moment, in dem wir dachten: „Das ist unmöglich.“
Doch dann erreichen uns Nachrichten wie diese: „Bisher ist es mir nie gelungen, zweimal dieselbe Tasse Kaffee zuzubereiten. Jetzt kann ich es. Vielen Dank.“ Oder: „Mein Kind fragt jeden Morgen nach Papas Spezialkaffee – weil ich ihn endlich richtig hinbekomme.“
Genau deshalb machen wir das alles.
Wir wollen den Kaffee nicht neu erfinden. Wir möchten vielmehr eine Tür öffnen – so, wie es jenes Spezialitätencafé vor vielen Jahren für uns getan hat. Wir möchten sagen: „Kommen Sie herein. Es ist nicht so schwierig, wie es aussieht. Und es lohnt sich.“

Was als Nächstes kommt: Gemeinsam mit Ihnen wachsen
Bei der Entwicklung der Themis Mini haben wir weit mehr gelernt, als Schaltungen zu löten oder Sensoren zu testen. Wir haben gelernt, genauer hinzusehen – nicht nur auf die Zahlen auf einem Display, sondern vor allem auf die Menschen hinter jeder Kaffeezubereitung. Dieser Perspektivwechsel prägt alles, was wir als Nächstes tun.
Noch vor einigen Jahren saßen wir gemeinsam über technischen Zeichnungen und diskutierten über Toleranzen von 0,1 mm, als hinge davon alles ab. „Wenn der Sensor auch nur so weit abweicht, sind die Daten unbrauchbar“, sagten wir und vertieften uns in Tabellen. Heute verbringen wir viel Zeit in Cafés, beobachten Baristas dabei, wie sie während des Aufgießens die Waage bedienen, und schmunzeln mit ihnen, wenn ein Wasserspritzer die Messwerte kurz durcheinanderbringt.
Früher waren wir überzeugt, dass „besser“ vor allem mehr Daten bedeutet: höhere Aktualisierungsraten, zusätzliche Dezimalstellen und aufwendigere Diagramme. Heute wissen wir, dass gute Daten vor allem eines tun sollten: Sie nicht bei der Zubereitung behindern. Ein Barista sagte einmal zu uns: „Ich muss nicht zehn Spitzen in der Durchflusskurve sehen. Ich muss wissen, welche davon für den sauren Geschmack verantwortlich war.“ Deshalb geht es bei unserem nächsten App-Update nicht darum, noch mehr Messwerte hinzuzufügen. Stattdessen möchten wir die wirklich wichtigen Informationen hervorheben – klar, verständlich und ohne unnötigen Fachjargon.
Unser nächster Schritt besteht darin, Ihre Geräte zu einem nahtlos miteinander verbundenen System zusammenzuführen. Den Anfang macht ein weiter verbessertes App-Erlebnis. Keine umständlichen Benutzeroberflächen und keine aufgezwungenen „smarten“ Funktionen – stattdessen ein reibungsloses Zusammenspiel: eine stabilere Bluetooth-Verbindung, die nicht mitten im Aufgießen abbricht, und ein übersichtlicheres Design, mit dem Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren können. Diese kleinen, gezielt entwickelten Verbindungen machen aus einzelnen Arbeitsschritten einen fließenden Prozess. So verbringen Sie weniger Zeit mit der Fehlerbehebung und haben mehr Zeit, Ihren Kaffee zu genießen.
Wir laufen keinen Trends hinterher. Wir sind vor Ort – mit Notizbüchern, kaffeebefleckten Ärmeln und unzähligen Fragen. Denn Kaffeeliebhaber verstehen wir am besten, wenn wir ihnen zuhören und den Weg gemeinsam mit ihnen gehen.
Auf das nächste Kapitel – Ihres und unseres.
Herzliche Grüße
Ihr BOOKOO-Team



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